Der Männerchor und Familienchor begrüßten mit passenden Liedern. Paul Silberbaur führte kurz in die Geschichte des Liederkranz ein. Er klärte auch über die Namensgeber der Kammerlander- und Johann-Rösle-Straße auf. Beide waren gebürtige Weißenhorner und mit der Gründungszeit des Chorwesens in Bayerisch Schwaben und Deutschland eng verbunden.
Beim Brunnen und der Linde vor dem Oberen Tor erfuhr die Gruppe, dass dieses Weißenhorner Ensemble eine Einmaligkeit sei. Auch über die Brunnenfigur, den Hl. Nepomuk, über die sinnliche Bedeutung von Brunnen und Wasser sowie der Linde wusste der Stadtführer zu berichten. Der Männerchor trug dort das Volkslied „Am Brunnen vor dem Tore“ mit seiner ganzen Klangfülle vor und unterstrich damit das vorher Gehörte aufs Trefflichste. Weiter ging es zum Kirchturm der Stadtpfarrkirche. Dort waren die Gründe für das Nichtbombardieren der Altstadt am Ende des letzten Weltkriegs, die Verhandlung von Diepold Schwarz mit Jörg Ebner im Bauernkrieg sowie der Einsatz von Gräfin Euphemia bei Napoleon-General Moreau um Verhinderung von Angriff und Plünderung der Stadt zu erfahren. Mit dem Lied „Da berühren sich Himmel und Erde“ spannte der Familienchor den Bogen zu den heutigen Kriegen in der Welt und beschrieb damit die Möglichkeit um Frieden, wenn Menschen aufeinander zugehen.
Bei der Schranne wurde auf die Zeit der Zugehörigkeit zu Österreich und die Wiedereingliederung nach Bayern eingegangen. Zusammen mit den Gästen sang man die Bayernhymne, begleitet von Thorsten Sukale mit der Trompete. Beim Unteren Tor sang der Familienchor „Muß i denn zum Städtele naus“, begleitet mit der Drehorgel.
Beim Historischen Stadttheater war die frühere Theatergruppe des Liederkranz und deren Auftritte mit Sebastian-Sailer-Stücken sowie die Hörspiele im Bayerischen Rundfunk das Thema. Der Männerchor sang dort das Weißenhorner Lied von Karl Rampf. Darauf folgte noch die Stadtpfarrkirche mit Erklärung. Ein Gänsehaut-Feeling war „You raise me up“, gespielt von Helmut Seitz auf seiner Konzert-Drehorgel, ebenso das Schlusslied „Großer Gott wir loben Dich“, begleitet von Matthias van Velsen auf seiner Steinmeyer-Orgel. Beim Vereinshaus endete der Tag mit Einkehr und dem Auftritt der Drehorgelpfeifen.
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